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Sonntag, 23. April 2017 23:34
Weißer Sonntag - Osterfestkreis, Liturgie: weiss

Hl. Adalbert v.Prag, Hl. Georg, Hl. Gerhard v.Toul

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Mitteilungsblatt

Rundbrief Advent 2009

Liebe Mitschwestern und Mitbrüder, liebe Verwandte, Freunde und Wohltäter, liebe Mitglieder des Freundeskreises!

Mit diesem Jahresbericht möchten wir Sie wieder, wie all die anderen Jahre auch, am Leben unserer Gemeinschaft teilhaben lassen. Es ist nicht sehr aufregend, aber am Ende des Jahres merkt man doch, wie viel sich ereignet hat und wie viele Begegnungen möglich waren. Gott wird ganz leise Mensch. Halten wir die Augen, Ohren und vor allem das Herz offen, um zu spüren, wo Gott Mensch geworden ist.

1.-5. Jan.: Jahresexerzitien mit Abt Christian Schütz Das Jahr 2009 begannen wir mit unseren Jahresexerzitien. Abt em. Dr. Christian Schütz stellte in den Vorträgen verschiedene geistliche Grundbegriffe vor, wie sich bewegen, suchen, warten, schauen, staunen, bewahren und sich freuen. Auch unterm Jahr hat er uns einige Vorträge zu geistlichen Themen gehalten trotz seiner vielen Termine. Außerdem kamen P. Wilhelm Tangen zu Vortrag und Beichthören und P. Stephan Horn zum Beichthören. Wir danken ihnen und allen unseren Zelebranten für ihre Dienste an unserer Gemeinschaft.

11. Jan.: Pfarrerempfang Es ist schon gute Tradition, das sich unsere Zelebranten am 1. Sonntag nach Epiphanie bei uns zum Mittagessen treffen. Dies ist ein Dankeschön für ihren täglichen Dienst bei uns. 12 Geistliche, 4 Hausfrauen und alle Schwestern ließen sich das Essen bei guter Unterhaltung recht schmecken.

14. Jan.: Besuch von Andy Borg Drei Tage später stellte uns Bürgermeister Moser Andy Borgund seine Frau Birgit vor. Nach einer ausführlichen Führung durchs Kloster mit Äbtissin Mechthild trafen sich Gäste und Schwestern im Speisesaal zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Hier hatten die Schwestern Gelegenheit, mit Andy Borg und BGM. Moser ins Gespräch zu kommen. So erfuhren wir z.B., wie Andy Borg zur Musik und ins Showgeschäft kam. Wir erfuhren aber auch, wie die Gestaltung des Ortes Thyrnau im Rahmen der Ortssanierung geplant ist. Zum Abschied bekam jede Schwester eine persönliche Autogrammkarte vom Gast und Andy Borg von den Schwestern einen Korb mit Klosterspezialitäten. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch.

29. Jan.: Rücktritt von Abt Kassian Lauterer und Wahl von Abt Anselm van der Linde An seinem 75. Geburtstag trat der Präses der Mehrerauer Kongregation, Abt Dr. Kassian Lauterer, nach 40 Jahren von seinem Amt als Abt von Mehrerau zurück und damit auch als Präses. Die Mönche von Mehrerau wählten am Tag darauf P. Anselm van der Linde (38) zu ihrem neuen Abt. Da Wettingen Mehrerau Territorialabtei ist, musste die Wahl von Papst Benedikt XVI. bestätigt werden. Er tat dies am 18. Febr. und am 21. März empfing Abt Anselm von Generalabt Maurus Esteva OCist. die Benediktion. Den Gottesdienst feierte der Erzbischof von Salzburg, Dr. Alois Kothgasser. An dieser Feier nahmen alle Äbte und Äbtissinnen der Mehrerauer Kongregation, die Präsides der Österreichischen und Polnischen Kongregationen, viele weitere Äbte, Prioren und auch Bischöfe aus Österreich, viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft und Freunde aus allen Teilen der Welt teil. Schon am 17. März 2009 hatte Abt Anselm seinen Antrittsbesuch bei uns gemacht. Darüber haben wir uns wirklich sehr gefreut. Er erzählte von seinem Weg ins Kloster, von seinen bisherigen und zukünftigen Aufgaben, und diese sind vielfältig. Abt Anselm ist Präses der Mehrerauer Zisterzienserkongregation, er gehört als Abt einer Territorialabtei der Bischofskonferenz an und ist Vaterabt von 9 Männer- und Frauenabteien in der Schweiz, in Österreich, Slowenien und in Deutschland. Wir wünschen ihm viel Kraft, Glück und vor allem Gottes Segen für seine Aufgabe.

2. Febr.: Priorinnenwechsel Im Jan. schon hatte Sr. Monika um Entpflichtung von ihrem Amt als Priorin gebeten. Heute nahm Mutter Äbtissin den Wechsel in diesem Amt vor und stellte dem Konvent Sr. Lucia als neue Priorin vor.

7.-8. März: Der Männergesangverein Unterer Wald machte wieder seinen jährlichen Einkehrtag bei uns und gestaltete den Sonntagsgottesdienst. Einen seiner Mitglieder konnten wir sogar dazu gewinnen, das Exsultet in der Osternacht in unserer Kirche zu singen. Danke. Noch viele andere Gruppen, wie PGR, KDFB, KKV, BDKJ, Trauerbegleitung, Pfarrhaushälterinnen, Wallfahrer, Kindergärtnerinnen usw. fanden sich im Gästehaus ein zu Fortbildung, Einkehrtagen, Klausurtagungen oder einfach nur zum Übernachten. Von einigen Gästen möchten wir im folgenden berichten: Gäste aus Brasilien Wir hatten die Freude, vom 16.- 30. März die Gäste der Diözese Passau aus der Diözese Alagoinhas in Brasilien zu beherbergen. Beide Diözesen pflegen seit 40 Jahren eine intensive Partnerschaft, die in diesem Jahr gebührend gefeiert wurde.

Am Freitag, 27. März hatten wir Schwestern Gelegenheit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Besuch von Abt em. Thomas von Marienstatt Er ist ein gern gesehener Gast bei uns. Auf der Fahrt nach Wilhering legte er vom 4.-5. April einen Halt ein und feierte mit uns am Palmsonntag die Liturgie. Im Sommer durften wir ihn noch zweimal kurz begrüßen: Abt Wolfgang von Zwettl überraschte uns einige Male mit einem kurzen Besuch. Aus anderen Zisterzienser- und Benediktinerklöstern kamen unser Generalabt Maurus, Abt Rhabanus von Schweiklberg und Erzabt Jeremias von St. Ottilien, P. Andreas aus Stiepel, P. Paulus aus Marienstatt, die beiden Mitschwestern Ancilla und Angelika aus der Abtei Regina Mundi in Ungarn, Sr. Claudia aus Ecuador und P. Basilius aus Langwaden. P. Gabriel aus Oberschönenfeld kam mit sein Bruder und überreichte uns sein neues Buch „Bernhard von Clairvaux in der Buchmalerei“. An diesem Buch hat er über 30 Jahre gearbeitet. Herzlich Dank dafür. Altbischof Franz Xaver Eder kam am 19. Mai auf einen Sprung bei uns vorbei und im Okt. feierte er mit Prälat Gabriel dessen 80. Geburtstag bei uns. Am 3. Juli besuchte uns auch ganz kurz Bischof Paulo Romeu Bastos aus Alagoinhas / Brasilien. Er kam in Begleitung von Dompropst Dr. Hans Wagenhammer. Zum 40-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen den beiden Diözesen weilte er in Passau. Gefreut haben wir uns auch über Pfr. Braun, der nach drei Anläufen endlich vom 3.-5 Nov. mit 5 Mädchen und 1 Mutter unser Kloster besuchen kam. Die Mädchen wollten von echten Nonnen erfahren, wie diese leben. Aber auch viele andere Menschen suchten Erholung an Leib und Seele in unserem Gästehaus. Sie kamen für ein paar Tage, für 1 Woche oder auch länger.

Erwähnen möchte ich nur Dr. Saveri aus Sri Lanka. Im vergangenen Jahr war er im Rahmen von Missio mit einer kleinen Tanzgruppe bei uns untergebracht. In diesem Jahr kam er allein, um sich zu erholen und alte Bekannte in Passau zu besuchen. 5. April: 10 Apfelbäume Anfang April schenkte uns unsere Nachbarin, Kathi Sigl, 10 kleine Apfelbäumchen, die der Gartenbauverein im Klausurgarten auf einer freien Wiese pflanzte. Im Juli schauten sie nach, ob die Bäumchen gut angewachsen seien und freuten sich über das prächtige Wachstum. Danke für die Bäume und das Pflanzen. 21. Mai: 1. Thyrnauer Klostergespräch Das 1. Thyrnauer Klostergespräch, initiiert vom Freundeskreis, fand am Fest Christi Himmelfahrt mit Altlandrat Hanns Dorfner statt. Sein Thema: „Als Christ im politischen Geschäft Verantwortung tragen“. Hanns Dorfner erzählte sehr interessant über sein Leben und seine Arbeit als Politiker. 23.- 24. Mai: Klostermarkt in Raitenhaslach Schon zum dritten Mal fand der Klostermarkt in Raitenhaslach statt und zum dritten Mal nahmen wir daran teil. Diesmal mit drei Schwestern. Im Gewölbesaal waren wir mit einer kleinen Ausstellung über unser Leben vertreten und mit einer Verkaufsbude auf dem Markt. Viele Leute suchten das Gespräch mit den Schwestern. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei! Kloster-Jubiläen u. ä. In diesem Jahr kam ein Jubiläum nach dem anderen. An allen konnten und wollten wir nicht teilnehmen. z.B. gingen wir nicht zum 100-jährigen Jubiläum der Passauer Feuerwehr, zur Buchvernissage ‚Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern nach Luzern; zur Feier 10 Jahre Kirchweih in Helfta oder zum 750-jährigen Jubiläum der Abtei Wurmsbach in der Schweiz. Wir versuchten Akzente zu setzen, was nicht immer ganz leicht war. Das erste Jubiläum wurde im Mai gefeiert. Der KDFB der Diözese hatte zu einem Festakt anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums eingeladen. Am 24. Mai feierte der Gartenbauverein Thyrnau sein 75 Jahr-Jubiläum. Am Freitag drauf, am 29. Mai fuhren 3 Schwestern nach Obernzell, um mit den Schwestern dort gleich mehrerer Jubiläumstermine zu gedenken. 2. Juni: 750 Jahre Abtei Hohenfurth - Österreichischer Zisterziensertag in Hohenfurth Die österreichischen Zisterzienser treffen sich alle 2 Jahre am Pfingstdienstag in einem ihrer Klöster zu einem Tag der Begegnung. In diesem Jahr fuhren sie in die Abtei Hohenfurth / Tschechien, um mit den dortigen Mitbrüdern den 750. Geburtstag des Stiftes zu feiern. Als die nächsten Nachbarn der österreichischen Zisterzienserstifte wurden auch wir zu diesem großen Tag eingeladen. Von uns fuhren 4 Schwestern nach Hohenfurth. Aus den österreichischen Stiften nahmen 125 Mönche teil. Es war ein frohes Beisammensein. 20. Juni: Ordenstag in der Abtei Niederaltaich Am 20. Juni trafen sich die Ordenleute der Diözese Passau zu einem Tag der Begegnung in der Abtei Niederaltaich. Es war ein schöner, froher Tag, an dem wir nicht nur bekannte Gesichter traf, sondern auch einige neue Schwestern und Mitbrüder kennen lernten. 1. Juli: Ruhestandsgeistliche feiern ihren Weihetag Am 1. Juli trafen sich ca. 25 Passauer Ruhestands-geistliche mit ihren Hausfrauen in unserem Kloster und gedachten in einem festlichen Gottesdienst ihres Weihetages. Dieser lag zwischen 43 und 73 Jahren zurück. Insgesamt konnten 1131 Priesterjahre zusammengebracht werden. Sehr beeindruckend. Nachprimizen 2 Tage später, am 3. Juli, kamen die ersten Primizianten zu uns. An seinem Namenstag feierte der Regensburger Primiziant Thomas Winderl in Konzelebration mit dem Passauer Primizianten Alexander Aulinger einen feierlichen Gottesdienst. Anschließend spendeten beide den Mitfeiernden ihren Primizsegen. Ergreifend war es zu sehen, wie der junge Primiziant Aulinger dem ältesten Priester der Diözese, Valentin Horner den Segen spendete. 73 Priesterjahre trennen die beiden voneinander. Alle Primizianten, die ihr Gewand aus unserer Stickerei haben, brachten uns ihren Segen. Sie kamen aus den Diözesen Passau, München, Regensburg und Eichstätt. Das Schlusslicht machte am 27. Okt. Matthias Ambros aus Passau. Er war erst 2 Wochen vorher in Rom geweiht worden. 4.-5. Juli: 50-jähriges Priesterjubiläum von Pfr. Köppl Aber wir durften auch an einem Goldenen Priesterjubiläum teilnehmen. Den Festgottesdienst in Röhrnbach feierten 4 Schwestern mit und überbrachten dem Jubilar die Segenswünsche der ganzen Gemeinschaft. Zu seinem hohen Ehrentag hatte Pfr. Köppl, er ist einer unserer treuen Zelebranten, seine Freunde aus Süd-Uganda eingeladen: Bischof John und 2 Mitbrüder. Sie übernachteten bei uns und wir hatten auch die Gelegenheit zu einer Gesprächsrunde mit ihnen. 9. Juli: Vortrag von Dr. Higi: Wie alle Jahre hielt uns auch in diesem Jahr der Chefarzt der Kurklinik in Kellberg, Dr. Higi, einen Vortrag. Diesmal ging es um diverse Tumorerkrankungen. Die Vorträge sind immer sehr lebendig und wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit der Weiterbildung. 18. Juli: Kulturwochen in Hauzenberg An den Kulturwochen in Hauzenberg haben wir noch nie teilgenommen, aber in diesem Jahr war es unmöglich, nein zu sagen. So hörten wir, d.h. 3 Schwestern, in der Pfarrkirche ein Chor-Solistenkonzert mit Werken von Haydn und Händel. 19. Juli: 900 Jahre Kloster Mallersdorf Ein ganzes Jahr feierten die Mallersdorfer Franziskanerinnen das Jubiläum des ehem. Benediktinerklosters, in dem sie jetzt wohnen. Der 19. Juli war der Festsonntag des Jahres, an dem mit einem Festgottesdienst, einem Festakt und einem Kloster- und Handwerkermarkt gefeiert wurde. Schirmherr dieses Tages war kein geringerer als der Ministerpräsident selbst, Horst Seehofer. Es war ein schöner Tag und wir wünschen den Schwestern für ihr Leben auf diesem Berg weiterhin Gottes Schutz und Segen. 26. Juli. -18. Aug.: Besuch in Apolo, Bolivien Mutter Äbtissin flog in diesem Jahr noch einmal mit Generalabt Maurus Esteva nach Bolivien und besuchte dort die Mitschwestern in Apolo und La Paz, mit dabei waren Abt Gottfried von Wilhering und eine Bekannte Gisela Bremer. Bolivien ist ein wunderschönes Land, aber es gibt zur Zeit viele Probleme. Straßen werden blockiert, Grundstücke besetzt und es gibt keinen anderen Weg als mit Gerichtsklagen dagegen vorzugehen. Und da weiß man nicht, wer Recht bekommt. Für den Hinweg von La Paz nach Apolo, 450 km, für die man mit dem Jeep oder Bus normal 12 Stunden braucht, musste ein anderer Weg genommen werden, weil bestimmte Gruppen die normale Straße blockierten. Wir haben 2 Tage gebraucht und am 2. Tag war die Straße nass und sehr schmierig. Jeder war froh, als wir gesund und heil in Apolo ankamen und auf dem Rückweg die Blockade für einige Tage aufgehoben war. Zum 1. Advent kam Mutter Johanna aus Apolo zu uns nach Thyrnau und wird längere Zeit hier bleiben. Wir wünschen ihr einen guten Aufenthalt bei uns. Auch hoffen wir, dass die Schwestern in Apolo ihren Weg finden werden und wünschen ihnen Gottes Segen. 10. Aug.: Sr. Monika zur OP Nach langem Warten und Suchen hatte Sr. Monika endlich Aussicht auf Besserung ihrer Schmerzen, die verursacht wurden durch eine spinale Enge. In Straubing hatte sie einen kompetenten Arzt gefunden, der es wagte, sie zu operieren. Und alles ging gut. Hoffen wir, dass die Schmerzen so erträglich bleiben. An dieser Stelle möchten wir allen unseren Ärzten für ihre Dienste an jeder einzelnen Schwester herzlich danken. 22. Aug.: Besuch aus dem Kloster Waldsassen Über den Besuch der Mitschwestern aus der Abtei Waldsassen haben wir uns sehr gefreut. Äbtissin Laetitia hatte sich mit 8 Schwestern auf den Weg zu uns gemacht. Nach dem gemeinsamen Kaffee trennten sich die Wege. Mutter Laetitia und einige Schwestern brauchten Informationen zu Paramenten, den anderen Schwestern zeigte Sr. Lucia unser Haus und erzählte einiges zur Geschichte. Zum Abschluss trafen wir uns wieder in der Kirche und sangen gemeinsam die Vesper. Die vielen kräftigen Stimmen haben alle Herzen erfreut. Dann hieß es - nach dem Fototermin - Abschied nehmen. Ein schöner Nachmittag. Danke für den Besuch! Sept.: 2 runde Geburtstage Der September war ein etwas ruhiger Monat. Am 5. Sept. wurde der kleine Niklas getauft. Im Jan. war ja schon die Taufe vom kleinen Enkel Jakob von Marlies Krenner. Bei den Schwestern konnten wir zwei schöne runde Geburtstage feiern. Anfang des Monats vollende Sr. Michaela 70 Lebensjahre und Mitte des Monats blickte Sr. Lutgard auf 80 Lebensjahr zurück. Beide feierten im Kreise der Schwestern und auch mit der Familie. Wir wünschen ihnen Gesundheit und Gottes Segen und sagen Vergelts Gott für alles Beten und Arbeiten für die Gemeinschaft und auch für die Welt. Ad multos annos. 4. Okt.: Seligsprechung in Regensburg von Fr. Eustachius Kugler, Barmherziger Bruder Den großen Tag der Barmherzigen Brüder in Regensburg durften auch wir mitfeiern. Sie hatten zur Seligsprechung ihres ehemaligen Provinzials Fr. Eustachius Kugler eingeladen und an dieser erhebenden Zeremonie konnten Mutter Äbtissin und Sr. Ancilla teilnehmen. Da Sr. Ancilla schon 2x im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg operiert worden ist, sind natürlich die Beziehungen zu diesen Brüdern relativ eng. Wir haben uns gefreut über die Einladung und sind ihr gerne gefolgt, um mit der Gemeinschaft Gott für den neuen Seligen zu danken. Vom 5.-11. Okt.: weilte Bischof John aus Kano in Nigeria in unserem Haus und besuchte verschiedene Pfarreien und Schulen, um dort von seiner Arbeit und der Situation in seiner Diözese Kano im Norden von Nigeria zu berichten. Für uns hatte er am Mittwochabend eine Stunde Zeit und erzählte über seine Tätigkeiten. 9.-11. Okt.: 775 Jahre Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal Anlässlich dieses hohen Jubiläums hatten die Schwestern zum Forum „Die Zukunft der Zisterzienser und Zisterzienserinnen“ in das IBZ St. Marienthal eingeladen. In Vorträgen und Diskussionen wurde über dieses interessante Thema nachgedacht. Sr. Lucia vertrat unsere Abtei und überbrachte zum Jubiläum unsere Segenswünsche. St. Marienthal wurde auch zu DDR Zeiten nicht aufgehoben. Es ist eines der ältesten Zisterzienserinnenklöster in Deutschland. 09. Okt.: Geburtstag von Prälat Franz S. Gabriel Am gleichen Wochenende, am 09. Okt. konnte unser lieber Sonntagszelebrant, Prälat Franz S. Gabriel, Domdekan i. R. sein 80. Lebensjahr vollenden. Am 11. Okt. dankten wir mit einem festlichen Gottesdienst und einer kleinen Gratulationsfeier für seinen unermüdlichen Einsatz in unserer Gemeinschaft und wünschten ihm Gesundheit und Gottes Segen. Ad multos annos. 10./11. Okt.: Besuch aus Rathausen /Luzern Am 12. Okt. gedenken wir alle Jahre der Gründung unseres Klosters Rathausen bei Luzern in der Schweiz im Jahre 1245. Bis 1848, also über 600 Jahre, konnten die Schwestern dort leben, beten und arbeiten. 1848 wurde das Kloster aufgehoben und die Schwestern mussten es verlassen. 25 Jahre später mussten sie sogar die Schweiz verlassen. Damals gingen sie nach Frankreich. Dort wurden sie 1901 durch das Französische Vereinsgesetz des Landes verwiesen. 1902 fanden sie dann endlich ihre neue Bleibe in Thyrnau. In diesem Jahr besuchte uns nun eine Delegation aus Rathausen. Er waren Martin Bucherer und Pius Segmüller. Martin Bucherer ist der neue Direktor der Schwerbehinderteneinrichtung Luzern, SSBL, die auf dem Gelände des ehemaligen Klosters angesiedelt ist und Pius Segmüller ist der Präsident des Vereins Kloster Rathausen. Dieser Verein wurde 2007 gegründet, um die Klostergebäude sanieren zu können. Seine Aufgabe ist es, ein Konzept zu erstellen und vor allem, die Finanzen zu besorgen. Man hat vor, im ehem. Klostergebäude ein Begegnungszentrum einzurichten und die verschiedenen Arten von Behinderungen vorzustellen. Es war sehr interessant, aus erster Hand über diese Pläne unterrichtet zu werden. Wir danken für den Besuch und freuen uns auf die nächste Delegation, die sich für Juli 2010 angemeldet hat. 10. Okt.: Pfr. Dr. Xavior Raj Christudas ist ein indischer Priester. Er hat in Rom in Philosophie promoviert. 2 Monate wohnte er bei uns und machte in dieser Zeit seinen Führerschein, damit er im Frühjahr in einer Pfarrei eingesetzt werden kann. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns wohnte, morgens die hl. Messe mitzelebrierte und uns einige Male mit einer sehr guten indischen Mahlzeit verwöhnt hat. 26. Okt.: Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau e.V. Zur Vollversammlung waren von 158 Mitgliedern ca. 50 gekommen. Nach der mit den Schwestern gesungenen Vesper berichtete der 1. Vorsitzende, Msgr. Hans Stadler, über die Aktivitäten im vergangenen Jahr und stellte die Planung für das kommende Jahr vor: Es sind wieder ein Klostergespräch und eine 'Kulturfahrt' angedacht. Finanziell wird der Verein das Kloster bei der Sanierung des Pfortenhofes unterstützen. Zum Abschluss des Abends gab es einen Vortrag über 80 Jahre Dombauhütte in Passau von Baudirektor Norbert Sterl. Der Abend schloss mit regen Gesprächen, zu denen die Schwestern Getränke und Gebäck reichten. Inzwischen zählt der Freundeskreis 164 Mitglieder! Sind Sie dabei? Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie dabei wären. 20. Nov.: Namenstag unserer Mutter Äbtissin Am Namenstag von Mutter Äbtissin, am 20. Nov., dem Fest der hl. Mechthild von Hackeborn, besuchte uns Bischof Wilhelm Schraml. Er feierte mit uns die hl. Messe. Anschließend luden wir ihn ins Refektorium zum Frühstück. Diese Einladung nahm er sehr gerne an und nutzte die Gelegenheit, uns Schwestern von seinem Leben als Bischof zu erzählen, von Problemen, die es gibt, aber auch von schönen Ereignissen. Wir sagen Vergelts Gott für diesen Besuch und versprechen Bischof Wilhelm weiterhin unser Gebet. 5.-6. Dez.: Adventsmarkt in Kellberg und Konzert der Gruppe Kantiko .

Am 2. Adventswochenende nahmen wir wieder am Adventsmarkt der Gemeinde teil, der diesmal in Kellberg stattfand. Am gleichen Wochenende sang in unserer Kirche der ortsansässige Chor Kantiko ein Adventskonzert als Benefizkonzert für unsere Pfortenhofsanierung. Wir danken dafür ganz herzlich.

Reparaturen und Renovierungen

Im vergangenen Winter sind im Gästehaus II neue Duschen und WC eingebaut worden, so dass man jetzt nicht mehr durch das ganze Haus laufen muss, um duschen zu können. Im Herbst ist das Bügelzimmer rundum saniert worden. Der Putz fiel schon von den Wänden und der Bodenbelag hat es auch nötig gehabt. Die elektrischen Leitungen wurden erneuert. 2006-07 haben wir ja eine neue Heizungsanlage einbauen lassen, die gut funktioniert und auch wesentlich billiger heizt, als die alte. Wir brauchen ungefähr 1/3 weniger Heizmaterial. Herzlichen Dank allen, die uns mit einer Spende unterstützt haben. Die Photovoltaik aus dem Jahre 2005 bringt auch gute Werte. So wagen wir den Bau einer zweiten Anlage auf den unteren alten Stalldächern. Die Renovierung der Fenster und Portale im letzten Jahr zahlt sich auch aus, denn es gibt viel weniger Zugluft im Haus und die Temperaturen im Kreuzgang sind nicht mehr so extrem.

Die Sanierung des Pfortenhofes innerhalb der Mauer möchten wir im neuen Jahr in Angriff nehmen. Die Planung ist inzwischen abgeschlossen. Die ganze Anlage vor dem Haus wird wesentlich einfacher und klarer strukturiert sein. Sie entspricht also mehr der zisterziensischen Grundidee von der Einfachheit. Die Hoffläche und die Wege werden mit Kleinsteinpflaster in Segmenten gelegt. Die alte Pergola wird durch eine neue ersetzt, die auch mal als Bühne dienen soll. Die Bäume und Sträucher, außer dem Ginkgo, werden ihren Platz räumen müssen. Es wird sich also einiges tun vor unserer Haustür. Die Sanierung ist notwendig, weil z.B. die Mauer schon einfällt, die Bäume und Sträucher zu groß werden (sie sind alle mindestens 35 Jahre alt), die Pergola gerichtet werden müsste und außerdem bekommen wir für die Pflasterarbeiten die gleichen guten Preise wie die Gemeinde. Da die Städtebauförderung innerhalb der Mauer nicht greift, müssen wir selbst tief in die Tasche greifen. Die Kostenschätzung liegt bei ca. EURO 120.000,-. Meine Bitte an Sie, vielleicht können Sie uns ein wenig bei der Finanzierung helfen. Inzwischen haben die zwei großen serbischen Fichten vor unserem Haus schon ihren Standort gewechselt. Pünktlich zum 1. Advent standen sie groß und schlank in Thyrnaus Mitte auf dem Hofmarkplatz und etwas kleiner vor der Gemeinde und strahlen dem Weihnachtsfest entgegen. Wir freuen uns, dass diese beiden Bäume der Gemeinde im Advent noch einen so schönen Dienst erweisen können. Nun möchten wir Sie mit einem kleinen Neu-jahrskonzert ins Neue Jahr 2010 verabschieden. Möge es Ihnen Glück und Segen bringen. Wir danken Ihnen für Ihre Verbundenheit mit unserem Kloster und versichern Ihnen, dass Sie immer in unsere Gebete mit eingeschlossen sind. Vergessen Sie auch uns nicht in Ihren Gebeten. Gott wird ganz leise Mensch. Ihnen allen wünschen wir ein frohes, gesegntes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Äbtissin Mechthild und Konvent Zisterzienserinnenabtei St. Josef 94136 Thyrnau Wir bitten Sie, an den ersten Sonntagen im Monat, in der Advents- undFastenzeit, und in den Exerzitien vom 01.-06. 01 2010 auf Telefonanrufe und Besuche zu verzichten.

Verein der Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau e.V.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! Psalm 24

Verehrte Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau! Im letzten Jahr war das Hauptportal des Klosters und dieses Mal ein Fenster im Blick dieses Adventsbriefes. Tore und Fenster Privatwohnungen, Häuser und Klöster haben in verschiedenster Weise so eine Art Klausur; Menschen haben jeweils einen Bereich, der nicht für jeden und für alle zugänglich ist. Der Mensch hat einen Bereich, der nur ihm allein gehört! Wichtig sind aber auch Tore und Fenster eines Hauses; sie sind Zeichen für Zugang und Ausblick. Türen und Fenster brauchen zumal bei älteren Gebäuden Pflege und Restauration. Die Restaurierung der beiden Hauptportale aus dem 18. Jahrhundert und der bleiverglasten Fenster des frühen 20. Jahrhunderts im Obergeschoss des Klosters haben viel Geld gekostet: 46.000 Euro. Wir im Verein haben geholfen, Zuschüsse in Höhe von 20.000 Euro bei Staat, Kommunen und Diözese zu erwirken und haben aus Beiträgen und Spenden an den Verein 11.000 Euro bereitgestellt, um die Restaurierung der Eingangsportale und der bleiverglasten Fenster zu ermöglichen. Das alles mag ein Ausdruck dafür sein, dass wir die Verbundenheit mit dem Kloster und den Schwestern- und sie mit uns im vergehenden Jahr wieder gepflegt haben: Vorstandssitzungen, Gottesdienst und Gebet, eine „zisterziensische Kulturfahrt“, ein abendliches Klostergespräch und nicht zuletzt die Köstlichkeiten aus der Klosterküche stehen dafür. Das Zisterzienserinnen Kloster und die Pfarrkirche gehören zu den markanten Orientierungspunkten und zu den spirituellen Orten geistlichen Lebens in Thyrnau. Türen und Fenster sind Symbole für alle Verbundenheit im menschlichen, geistlichen, religiösen Leben. Der Vorstand des Vereins „Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau“ möchte sich bedanken für das Miteinander unter den Mitgliedern und mit den Schwestern. Wir danken für alle Unterstützung, für das Gebet und alle Begegnungen. Ihnen allen eine Gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und Gottes Segen fürs kommende Jahr 2010.

Msgr. Hans Stadler, Vorsitzender

Terminvorschau 2010

02. Febr.: Sr. Nivarda wird 75 Jahre

27. Febr.: 14.00 Uhr: Führung in der Abtei und in Thyrnau VHS Hauzenberg

03. April: Goldenes Professjubiläum Sr. Monika

16. April: 18.30 Uhr Vesper in der Klosterkirche 19.00 Uhr: Vortrag Prof. Dr. Egon Boshof Die Zisterzienser im deutschen Reich und das staufische Kaiserhaus.

25. April: Jugendvesper in der Klosterkirche

05.-06. Juni: Klostermarkt in Raitenhaslach

06. Juli: 19.00 Uhr: Vortrag Äbtissin Mechthild Robert von Molesme, Alberich und Stephan Harding Die Gründer des Zisterzienserordens in spectrum Kirche - Exerzitienhaus auf Mariahilf

10. Juli: ganztägig: Kulturfahrt der Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau nach Niederaltaich, Windberg und Bogenberg es kann jeder mitfahren

20. Aug.: Bernhard von Clairvaux

22. Aug.: Tag der offenen Tür, vorm. Festgottesdienst nachm. Orgelkonzert Dr. W. Hartleb

Anfang Sept. Generalkapitel des Ordens in Rom

03. Okt.: 70-jährig. Professjubiläum Sr. Gerarda

25. Okt. 18.00 Uhr: Vesper, Jahreshauptversammlung, Vortrag Verein der Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau

Vielleicht haben Sie Zeit, den einen oder anderen Termin wahrzunehmen. Wir freuen uns, wenn Sie kommen.

Rundbrief: Advent 2008

Wie groß ist die Erniedrigung Gottes für uns !

Er verschmähte es nicht,

vom Herrn zum Sklaven,

vom Reichen zum Armen und

vom Gottessohn zum Menschensohn zu werden.

Hl. Bernhard von Clairvaux

Liebe Mitschwestern und Mitbrüder,

liebe Verwandte, Freunde und Wohltäter!

Wie Sie ganz sicher bemerken, hat unser diesjähriger Rundbrief ein etwas anderes Aussehen als sonst. Außen gibt es einen farbigen ‚Einband und innen liegt ein kurzer Bericht vom ‚Verein der Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau e.V. Diesen Verein gibt es seit 1 ½ Jahren. In diesem Brief möchte er sich kurz vorstellen und mitteilen, was schon unternommen wurde und was im nächsten Jahr geplant ist. Wir danken dem Verein für sein Bemühen, uns ideell und finanziell zu unterstützen, untereinander Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Vielleicht wollen auch Sie Mitglied werden! ?? 150 Personen gehören dem Verein bereits an und zeigen dadurch ihre Verbundenheit mit dem Kloster.

Wir Schwestern begannen das Jahr 2008 mit unseren Jahresexerzitien, die der Priesterseelsorger Josef Brandner aus München hielt. „Binde deinen Wagen an einen Stern“ (Leonardo da Vinci). Unter diesem Leitwort stellte er verschiedene Erzählungen aus dem Matthäusevangelium vor und ließ sie fruchtbar werden für unser geistliches Leben. Vergelt's Gott für diese intensiven geistlichen Tage. Am 07.01. begann wieder der Ernst des Lebens und am folgenden Tag erhielten wir den ersten Besuch in diesem Jahr. Staatssekretär a.D. Franz Meyer, MdL und seine Gattin wollten gerne das Kloster von innen sehen und so kamen sie in Begleitung von Bürgermeister E. Moser und dessen Frau. Wir machten eine ‚große Führung und besichtigten auch Räume, die normalerweise nicht zugänglich sind. Franz Meyer stand auf der Liste als neuer Passauer Landrat und wir freuten uns sehr, als er im März auch tatsächlich in dieses Amt gewählt wurde. Fünf Tage später, am 1. Sonntag nach Dreikönig, hatten wir alle unsere lieben Geistlichen, die unterm Jahr mit uns die hl. Messe feiern, zum Mittagessen eingeladen. Es kamen 10 Geistliche, einige mit ihren Haushälterinnen. Wir nahmen gemeinsam im Speisesaal der Gäste das Mittagessen ein. Es war ein anregendes und gemütliches Beisammensein. Ihnen allen und auch unseren Beichtvätern sagen wir ein herzliches Vergelt's Gott für ihren Dienst an unserer Gemeinschaft. Wie Sie wissen, haben wir seit Herbst 2002 keinen Spiritual mehr. Stattdessen kommen Domherren aus Passau oder Ruheständler aus den umliegenden Orten zum Zelebrieren. Einer, der von Anfang an mit dabei war, Dr. Johannes Brantl, hat sich inzwischen habilitiert und einen Ruf als Professor nach Trier erhalten. Schweren Herzens nahmen wir Ende Februar Abschied. Doch inzwischen war im Thyrnauer Pfarrhaus Msgr. Hans Stadler aus Altötting eingezogen. Er erklärte sich gerne bereit, die verwaiste Stelle zu übernehmen und darüber hinaus im Freundeskreis aktiv mitzuarbeiten. Darüber waren wir sehr froh. Als Prälat A. Furtner im Herbst aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz in diesem Kreis aufgab, wurde er bei der Hauptversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Wir sagen dem alten und dem neuen Vorsitzenden herzlichen Dank für seine Arbeit und seine Bereitschaft.

In diesem Jahr haben wir einige schöne Feiern miterlebt: Die erste war im Febr. eine Taufe in unserer Kirche, der im Sept. eine zweite folgte. Im März feierte Frl. Hilde Biebl, die mit unserem Haus eng verbunden ist, ihren 80. Geburtstag. Im Juni feierte ein Ehepaar seine Goldene Hochzeit im Kreise der Familie und uns Schwester. Am 29. Juni beging Msgr. Hans Stadler sein 40 jähriges Priesterjubiläum in unsrer Kirche. Von allen Stationen seines priesterlichen Wirkens hatte er Gäste eingeladen, was eine sehr bunte Gesellschaft ergab. Eine Woche später feierte Dekan Alois Anetseder sein 40 jähriges Jubiläum in seiner Heimatpfarrei Kellberg. Und wenn wir schon von den Priesterjubiläen schreiben, dann wollen wir auch von den 3 Nachprimizen in unserer Kirche berichten. Am 01. Juli kam der Passauer Primiziant Andreas Erndl. Mit ihm zelebrierten Dekan Herbert Oberneder; der Jubilar Hans Stadler, der Abt von Stift Zwettl, Wolfgang Wiedermann und Pfr. Günter Sondorfer. Nach dem festlichen Amt spendete der Primiziant den Schwestern und den vielen Gottesdienstbesuchern den Primizsegen. Unter ihnen war auch unser Thyrnauer Urgestein Geistl. Rat Valentin Horner, der älteste Priester der Diözese. 72 Weihejahre und 67 Lebensjahre trennen die beiden Priester voneinander. Am 18. Juli feierten dann zwei Regensburger Primizianten und eine Woche später der Berliner Neupriester Frank Scheele einen festlichen Gottesdienst. Alle hatten ihre priesterlichen Gewänder aus unserer Werkstatt und wollten sich mit diesen Gottesdiensten und dem Primizsegen für die Arbeit und vor allem für das begleitende Gebet der Schwestern bedanken.

Nebenbei bemerkt: wir haben in der Stickerei nicht nur Primizgewänder gearbeitet. Vieles andere stand noch im Auftragsbuch, wie Stolen, Messgewänder, Alben, Vereinsfahnen, Kirchenfahnen, Restauration alter Fahnen und Kaseln, neue Fahnen usw. Besonders schöne Aufträge kamen aus dem Kaunertal und aus Altötting. Für die Muttergottes in der Feichtener Kapelle im Kaunertal haben wir zwei neue Gewänder gearbeitet, eins für Werktage und eins für Festtage. Und die Altöttinger Muttergottes bekam ein Gewand aus einem Gold-Silberbrokat mit einem blauen handgestickten Skapulier. Diese Arbeiten waren eine besondere Ehre und natürlich auch etwas Außergewöhnliches für unsere Paramenten-Werkstatt. Allen Schwestern und Mitarbeitern sei an dieser Stelle für ihren Einsatz herzlich gedankt.

Anfang März hielt uns der Chefarzt der Kellberger Kurklinik, Dr. Higi, einen Vortrag über Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Venen- und Artherienerkrankungen. Wir freuen uns alle Jahre über sein Kommen. Mitte März kam noch einmal Dr. Hans Göttler von der Uni Passau zu einer abendlichen Lesung in unsere Kirche. Im Advent hatte er schon die Bayerische Weihnacht vom Ponzauner Wigg, einem Heimatdichter, vorgetragen. Diesmal trug er die Bayerische Passion vor und wurde dabei begleitet vom Pfarrkirchner Frauen 3Gsang und der Soloharfinistin Caro Schmidt-Polex. Für uns alle waren diese beiden Abende sehr schön und besinnlich. Für Mutter Äbtissin war der Märzabend überdies ein besonderes Geburtstagsgeschenk, da sie genau an diesem Tag ihren 60. Geburtstag feierte. Neben vielen anderen Gruppen machte auch der Männergesangsverein Unterer Wald mit Herrn Reis einen Einkehrtag bei uns und zu unserer großen Freude gestalteten sie den Sonntagsgottesdienst mit mehrstimmigen Liedern.

Etwas ganz anderes erlebten wir im September: Für ihre große Herbstübung hatte sich die Thyrnauer Feuerwehr den 24. Sept. und unsere Kirche ausgesucht. Als an diesem Tag um 17.10 Uhr die Sirenen heulten, wussten wir Schwestern, dass jetzt die große Übung begann. Sie funktionierte wie am Schnürchen. 7 Feuerwehren mit 110 Leuten rückten in kürzester Zeit an, umstellten das Haus und nahmen sich unserer Kirche an. Egal aus welchem Fenster man schaute, überall sah man Feuerwehrleute. Am meisten hat uns die 30 m hohe Leiter mit der Spritze fasziniert. Sie traf bestens das Kirchendach. Nach der Übung durfte Mutter Äbtissin von dort oben die getane Arbeit in Augenschein nehmen und feststellen, dass die Kirche noch unversehrt steht. Im Oktober gastierte bei uns der Thyrnauer Chor Kantiko mit geistlichen und weltlichen Lieder aus verschiedenen Ländern. Die Kirche war gerammelt voll und alle waren begeistert. Wir haben den Chor auch gleich für ein adventliches Singen im Dez. 2009 eingeladen.

Im Laufe des Jahres nahmen die Schwestern auch an verschiedenen Veranstaltungen außerhalb des Klosters teil: Da war zuerst im Advent 2007 das Weihnachtskonzert der Regensburger Domspatzen im Passauer Dom. 2 Schwestern hatten die Gelegenheit, dieses Konzert zu hören. Im Advent 2008 konnten sogar 4 Schwestern teilnehmen. Ganz verklärt haben sie uns davon erzählt. Im Sommer hatten auch einige Schwestern die Möglichkeit, Konzerte im Rahmen der Europäischen Wochen zu besuchen. Die Karten schenkten Prälat Gabriel und Bischof Schraml. Damit bereiteten sie uns wirklich eine große Freude. Im April nahm Mutter Äbtissin an der Eröffnung der Ausstellung Seligenthal.de anders leben seit 1232 unserer Seligenthaler Mitschwestern im Prunksaal des Landshuter Rathauses teil. Die Ausstellung über die Geschichte des Ordens und des Klosters Seligenthal in der Landshuter Heiliggeistkirche war sehr informativ und gut gestaltet. 2 Wochen später war die Verabschiedung von Altlandrat Hanns Dorfner und die Einführung des neuen Landrates Franz Meyer auf Schloss Neuburg. Mutter Äbtissin nahm daran teil. Hanns Dorfner stand lange dem Landkreis Passau vor, außerdem hat er ja bis heute den 2. Vorsitz unseres Freundeskreises inne. Bei dem Festakt zur Verleihung des Ehrenringes in Gold vom Landkreis Passau an Altlandrat Hanns Dorfner durfte Mutter Äbtissin noch einmal das Kloster vertreten. Ende Mai fand wieder der Klostermarkt in Raitenhaslach statt, an dem wir im vorigen Jahr schon teilgenommen hatten und diesmal wieder. Sr. Franziska und Sr. Lucia vertraten unser Kloster und da sie in keiner Verkaufsbude standen, sondern in einem größeren Raum im Haus unsere Abtei vorstellten konnten sie viele gute und interessante Gespräche über den Orden und das Leben im Kloster führen. Sie wollen im nächsten Jahr wieder teilnehmen.

Am Samstag, dem 14. Juni machten sich fast 100 Ordensleute der Diözese Passau auf den Weg ins benachbarte Böhmen. Sie besuchten den alten Wallfahrtsort der ehem. Zisterzienserabtei Goldenkron Maria Gojau (bei Krumau) und die Zisterzienserabtei Hohenfurt / Vyssi Brod. In Maria Gojau wirken seit 9 Jahren 4 deutsche Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul von München. Sie versorgen die Kirche, empfangen die Wallfahrer und betreuen die Menschen, die mit viel Not und Leid zu ihnen kommen. In der schönen Kirche Mariä Himmelfahrt feierten wir Ordensleute mit Altbischof Franz Xaver Eder und weiteren 4 Priestern einen festlichen Gottesdienst. Anschließend war Zeit zu einem Picknick und zu Begegnungen untereinander und mit den 4 Schwestern von Maria Gojau. Wir schenkten den Schwestern ein grünes Messgewand. Die Freude war groß, denn gerade eine grüne Kasel fehlte ihnen noch. Die Fahrt ging dann am Moldaustausee entlang weiter in die Abtei Hohenfurt. Dort leben zur Zeit 8 Zisterzienser. Hohenfurt wurde 1259 von Wilhering gegründet und besiedelt. 1941 wurde das Kloster aufgehoben, 1945 wiedererrichtet, aber dann 1950 von den Kommunisten unterdrückt. Die deutschen Patres mussten das Land verlassen. Die zwei 1991 noch lebenden tschechischen Patres nahmen nach der Wende das Kloster sofort wieder in Besitz. Die Klostergebäude waren in einem sehr desolaten Zustand und werden jetzt unter großen Anstrengungen restauriert. Inzwischen ist einer der beiden Gründer-Patres verstorben, aber es sind auch 5 junge Männer eingetreten. Sie versuchen, das monastische Leben nach der Regel des hl. Benedikt fortzuführen. Nach einer in der Klosterkirche gesungenen Vesper führte P. Prior Justin die 100 Ordensleute durch Kirche, Kloster und Bibliothek. Anschließend kehrten wir nach Passau zurück. Danke für diesen schönen Tag.

Im September hatten einige Schwestern die Gelegenheit, den Zisterzienserkenner und verehrer Prof. Dr. Klaus Berger bei einem Vortrag und an einem Studientag im Passauer Exerzitienhaus Spectrum Kirche zu erleben. Dabei ging es diesmal nicht um Zisterzienser, sondern um die Frage Wer war Jesus wirklich und um Jesusbilder im Neuen Testament. Mit großem Gewinn haben wir daran teilgenommen.

Mitte September feierte das Kloster Waldsassen seinen 875. Geburtstag. Das ganze Jahr über fanden Feierlichkeiten im Ort oder im Kloster statt, aber am 14.09. standen die Zisterzienser im Mittelpunkt. Für diesen Tag war ein großes Pontifikalamt mit Abt Andreas und ein großer Festumzug zur Geschichte des Klosters geplant. Von uns nahmen 3 Schwestern teil. Man hatte den Eindruck, als wenn die ganze Stadt mit Umland auf den Beinen wäre. Sogar die alten Bewohner nahmen, in Decken gehüllt, an dem regen Treiben teil. Wir haben uns sehr gefreut, mit den Mitschwestern feiern zu können und wünschen ihnen Gottes Segen für die Zukunft und hoffen, dass sie in einigen Jahren ihren 150 Geburtstag feiern dürfen. (Die Schwestern besiedelten 1863 das 1803 säkularisierte Männerkloster Waldsassen.)

Gleich anschließend fand vom 16.-19.09.2008 das Kongregationskapitel der Mehrerauer Zisterzienserkongregation in der Abtei Lichtenthal in Baden-Baden statt. Zu dieser Kongregation gehören insgesamt 13 Frauen- und 7 Männerabteien in 6 Ländern mit rund 235 Nonnen und 135 Mönchen. Der Präses ist immer der Abt von Wettingen-Mehrerau, seit 40 Jahren Abt Dr. Kassian Lauterer. Da er im nächsten Jahr seinen 75. Geburtstag feiert und damit seine Amtszeit als Abt endet, war dies sein letztes Kapitel. Die Kongregation dankte ihm für seinen Einsatz mit einem handgestickten Ornat, bestehend aus Messgewand, 2 Dalmatiken und einem Pluviale. Diese liturgischen Gewänder wurden bei uns gearbeitet. Gegenstand der Beratungen waren auf diesem Kapitel vor allem die Situation der Klöster, es wurde über das Rücktrittsalter der Äbte und Äbtissinnen gesprochen und dies auf 75 Jahre festgelegt. Auch wurde das Frauenkloster Porta Coeli in der Tschechischen Republik neu in die Kongregation aufgenommen. Dieses Kloster hat zwar große Schwierigkeiten, weil es während der kommunistischen Zeit als Gefangenenlager für Ordensleute diente, aber es gibt jetzt auch junge Frauen, die dort eintreten möchten. Auf diesem Kapitel trafen wir auch die kurz vorher gewählte Äbtissin Gertrud von Oberschönenfeld. Zu ihrer Benediktion am 24. Okt. fuhren dann Mutter Äbtissin und Sr. Michaela.

Wie alle Jahre, so haben wir auch in diesem Jahr wieder liebe Gäste empfangen. Wie schon gesagt, den Auftakt machte der spätere Landrat Franz Meyer Anfang des Jahres. Für ein paar Tage kam Abt Wolfgang von Zwettl zum Ausspannen, Altabt Thomas auf der Fahrt in den Urlaub, Bischof em. Franz Xaver Eder feierte mit uns den Gottesdienst am Namenstag von Mutter Caritas und Bischof Wilhelm Schraml besuchte uns am 1. Nov. und holte eine neue Mitra ab. Auch die Gruppen für Einkehrtage oder Besinnungswochenenden, die Firmgruppen und die Besuche der Schwestern waren immer herzlich willkommen.

Besondere Gäste waren in diesem Jahr zum einen die Ferienaushilfe in der Pfarrei Thyrnau Pfr. Jean Baptist Kintu. Er kam aus Süduganda und wohnte 4 Wochen in unserem Gästehaus. Auch 2 Bischöfe aus Afrika durften wir wieder im Rahmen der Aktion Misereor und Missio beherbergen. Im Febr. kam Bischof Joseph Nduhirubusa aus Bujumbura in Burundi und im Sept. weilte Bischof Jean Baptist Bimenyimana aus Ruanda bei uns. Sie besuchten Schulen und Pfarreien und fanden doch auch eine halbe Stunde Zeit, um uns Schwestern aus ihrem Leben und von ihrer Arbeit zu erzählen. Wir dagegen können nichts anderes tun, als für sie zu beten. Vom 18.-31.10. fanden bei uns Prof. Dr. Saveri und seine kleine Tanzgruppe aus Sri Lanka gastliche Aufnahme. Dr. Saveri ist in der Diözese kein Unbekannter, da er vor 30 Jahren in Passau ein Promotionsstudium absolvierte und in vielen Pfarreien aushalf. Vor über 40 Jahren hatte er die Vision, die verschiedenen ethnischen Gruppen in seinem Land durch darstellende Kunst, vor allem durch Tanz und Theater, einander näher zu bringen und so zum Frieden in der Welt beizutragen. Er gründete das Centrum for Performence Arts. Heute gibt es über das ganze Land verstreut viele Gruppen und in der ganzen Welt viele Menschen, die sie unterstützen. Wir hatten die Freude, dass Dr. Saveri uns am Sonntagabend (26.10) seine Arbeit vorstellte und die Tanzgruppe einige Tänze vorführte. Von der Anmut der Tänze waren wir sehr beeindruckt. Danke.

Die Schwestern selbst haben in diesem Jahr auch einige schöne Feste feiern dürfen. Sr. Elisabeth blickte auf 25 Jahre Profess zurück und dankte Gott für diese Zeit in einem festlichen Amt, dem Altabt Thomas vorstand. Sr. Gerarda ist mit 90 Jahren unsere Seniorin. Ihren Geburtstag konnte sie gleich zweimal feiern, einmal mit uns Schwestern und einmal mit ihrer Ver wandtschaft. Wir wünschen Sr. Gerarda noch viele Jahre in Gesundheit und Freude.

Wir haben aber auch schwere Stunden erlebt. Einige Schwestern mussten sich Knieoperationen unterziehen oder aus anderem Grund das Krankenbett hüten. Sr. Ancilla wurde nach 26 Jahren wieder am Kopf operiert, weil das Melignom nachgewachsen war. Die Operation war diesmal schwierig. Wegen Nachblutungen musste nachoperiert werden. Auch kam es in der Reha zu einer massiven Elektrolytentgleisung, die einen erneuten Krankenhausaufenthalt erforderlich machte. Jetzt geht es ihr wieder besser. Sie hilft Mutter Caritas gern beim Einpacken der Lebkuchen. Sr. Bernadette war auch einige Male im Klinikum, aber sie konnte sich nicht überwinden und einer Dialysebehandlung zustimmen. Als sie endlich ja sagte, war es zu spät. Sie starb am 06.08, am Fest der Verklärung Christi.

Mitte Nov. flog Mutter Äbtissin auf Bitten von Generalabt Maurus mit ihm und einer Freundin nach Bolivien. Sie besuchten dort sowohl das Colegio Ave Maria in La Paz als auch die Zisterzienserinnenabtei Unserer Lieben Frau von Nazareth in Apolo. Dieses Kloster wurde vor fast 80 Jahren von Schwestern aus den Abteien Waldsassen und Thyrnau gegründet. Heute leben dort 10 Schwestern und 1 Novizin. Sr. Veronika ist mit 87 Jahren die Seniorin und einzige deutsche Schwester. Alle anderen sind jünger und stammen aus Bolivien. Nach 2 Amtszeiten (je 6 Jahre) legte Mutter Johanna in diesem Herbst ihr Amt als Äbtissin nieder. Der Konvent wählte unter dem Vorsitz von Generalabt Maurus am 27. Nov. die jüngste Schwester, Sr. Asunta Novack (*1.12.1972) zur Äbtissin. Sie wurde am gleichen Tag installiert und versieht seitdem ihr neues Amt. Wir wünschen ihr Gottes Segen. Sr. Johanna sagen wir Vergelts Gott für ihre Arbeit als Priorin und dann als Äbtissin. Sie kann fast als 2. Gründerin angesehen werden. Als kleines Kind kam sie ins Kloster, wuchs dort auf und bat mit 21 Jahren um Aufnahme. Sie hat das Kloster ausgebaut, neue Arbeitsbereiche erschlossen und guten Kontakt zum Mutterkloster und den deutschen Spendern gehalten. (Sie spricht fließend deutsch). Heute können sich die Schwestern selbst unterhalten, d.h. den täglichen Bedarf selbst bestreiten. Sie leben vom Verkauf landwirtschaftlicher Produkte, wie z.B. Schweine, Schafe, Honig, Marmelade, Orangen- und Mandarinenwein, Kaffee usw. Sie unterhalten ein Gästehaus (in der Nähe ist der Nationalpark Madidi) und sie sorgen für 15 wirklich arme Kinder, die aus der näheren und weiteren Umgebung kommen. Die Kinder können im Heim kostenlos wohnen, in Apolo in die Schule gehen, müssen aber in Garten und Küche mit zur Hand gehen. Unterstützung brauchen die Schwestern bei außerordentlichen Maßnahmen, wie z.B. dem Bau der Wasserleitung vor 2 Jahren, für Renovierungsarbeiten, der Anschaffung von größeren Maschinen, wie Waschmaschine oder Gefriertruhe, aber auch für die Unterhaltung ihres Heimes. Die Kinder brauchen Essen, Kleidung, Schulsachen usw. Das große Projekt der letzten Jahre war der Bau einer wenigstens 10 km langen Wasserleitung aus den Bergen bis zum Kloster. So ist der Wasserbedarf in den trockenen Monaten gedeckt. Das Gästehaus, die Schwestern, das Vieh alle brauchen Wasser. Diese Leitung ist nun fertig und in Betrieb. Allen jenen, die durch ihre Spenden dazu beigetragen haben, sagen wir Vergelt's Gott und bitten auch gleichzeitig um weitere Unterstützung. Auch Briefmarken sammeln wir noch, deren Erlös dem Kloster zugute kommen.

Jetzt haben wir ganz viel von dem erzählt, was wir erlebt und was wir gefeiert haben. Unser tägliches Leben sieht natürlich ein wenig einfacher aus. Jede Schwester ist bemüht, täglich neu zu beginnen und Gebet und Arbeit zu leben und zusammenzubringen. Oft überwiegt die Arbeit, aber auch diese kann mit der richtigen Intention zum Gebet werden und dabei ist es egal, was man arbeitet. So stehen wir täglich vor Gott und schenken ihm beides: unser Gebet und unsere Arbeit. Ihnen allen danken wir für Ihre Verbundenheit mit unserem Kloster und wünschen eine gesegnete Adventszeit und ein gnadenreiches Weihnachtsfest.

Äbtissin Mechthild und Konvent Zisterzienserinnenabtei St. Josef 94136 Thyrnau

Wir bitten Sie, an den ersten Sonntagen im Monat, in der Advents- u. Fastenzeit, und in den Exerzitien vom 01.-06. 01 2009 auf Telefonanrufe und Besuche zu verzichten.

Tel.: +49 (0)8501 / 93 90 9-0 Fax +49 (0)8501 / 1326

info@kloster-thyrnau.de - www.kloster-thyrnau.de

Kloster Thyrnau: Raiffeisenbank Thyrnau Kto-Nr.: 10 64 10 782 - BLZ 740 657 82

Kloster Apolo: Raiffeisenbank Hauzenberg Kto-Nr. 44 792 - BLZ 740 667 49

Rundbrief: Advent 2007

Abtei Rathausen - Thyrnau

Liebe Mitschwestern und Mitbrüder,

liebe Verwandte und Freunde!

Maria, das junge Mädchen aus Galiläa hatte es begriffen. Als der Engel sie ansprach, erschrak sie, wollte sie sich ihm verschließen, doch... sie schaute den Engel an, sie hörte ihm zu, sie öffnete ihm ihr Herz. Sie öffnete sich ihm ganz. So konnte das Wort in ihr Gestalt annehmen, konnte Fleisch werden. Maria war ganz offen für dieses Unerhörte, was da gesagt wurde; so offen, dass dieses Unerhörte sie ganz erfülle konnte.

Das ist Advent, sich öffnen, damit das Unerhörte in mir Gestalt annehmen kann. Wir wünschen uns und Ihnen, dass wir die Erfahrungen machen wie Maria, offen zu sein für den Herrn.

Hatten wir im Winter 2005/06 zuviel Schnee, so glich der folgende Winter 2006/07 dies wieder aus, denn es gab gar keinen Schnee und nur wenige Tage mit Temperaturen unter 0° C. Einen Winter ohne Schnee, ist kein richtiger Winter, so hörte man immer wieder sagen. Gott sei Dank, in diesem Jahr 2007/08 scheint alles wieder normal zu sein.

Am 1. Adventssonntag 2006, so erinnern wir uns, hatte Bischof Schraml für die Diözese Passau ein Jahr für Geistliche Berufungen mit einer feierlichen Vesper eröffnet. Jetzt am Christkönigssonntag, fand es mit einer Eucharistischen Andacht im Dom zu Passau offiziell sein Ende. In diesem Jahr ist die eigene Berufung, aber auch die zum geistlichen Beruf wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt worden. Viele Gruppen kamen und wollten etwas über unser Leben und vor allem über unseren Berufungsweg erfahren. Es war auch für uns bereichernd, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ganz besonders gefreut haben wir uns, als am Weltgebetssonntag, am 29.04.07 Bischof Schraml mit uns den Gottesdienst feierte. Vergelts Gott dafür.

Und froh sind wir über unseren Vortragsraum St. Gertrud, der uns gerade in diesem Jahr viele gute Dienste erwiesen hat: für Einkehrtage von Frauenbund- und Seniorengruppen oder Pfarrgemeinderäten, für Infos für Firmgruppen, Frauenbund- und Senioren, für Seminartage für Manager aus der Wirtschaft. Wir haben uns über alle Gäste gefreut, kamen sie nun privat, als Einzelperson oder als Gruppe. Allerdings könnte unser Gästehaus noch viel mehr Gäste beherbergen und für Gruppen sind noch viele Wochenenden frei.

Das Jahr 2007 begannen wir mit unseren Jahresexerzitien, durch die uns diesmal P. Maximilian Geier OCist aus Stams führte. Er kam als Notlösung, weil der angesagte Referent nicht kommen konnte. Seine Mutter war schwer erkrankt. P. Maximilian war eine gute Notlösung. Wir danken ihm für diese Tage.

Danken möchten wir an dieser Stelle auch allen unseren Geistlichen, die treu morgens um 6.30 Uhr mit uns die hl. Messe feiern. Sie alle waren am ersten Sonntag nach Epiphanie zum Mittagessen eingeladen, das wir gemeinsam im Speisesaal der Gäste einnahmen. Es war ein sehr gemütliches Mittagessen mit regem Austausch.

Unsere Ordensfeste haben wir in diesem Jahr wieder besonders hervorgehoben. Am 26. Jan., am Festtag unserer drei Ordengründer Robert, Alberich und Stephan, beschenkte uns Dr. Kirchgessner, ein Verehrer der frühen Zisterzienser, mit einem festlichen Gottesdienst und einer Predigt. Am 19. März, dem Fest des hl. Josef, kam Prof. Dr. Mochti und zum Fest des hl. Bernhard feierte Herr Lukas, Prior in der Abtei Schägl mit uns den Gottesdienst. Am 20. Nov., dem Festtag der hl. Mechthild und Namenstag unserer Mutter Äbtissin, feierte der neu ernannte Prälat Limbrunner, Regens im Priesterseminar, die Eucharistie und frühstückte mit uns im Refektorium. Herzlichen Dank allen. Einen Tag später, am 21.Nov. feierte der Regensburger Weihbischof R. Pappenberger mit uns die hl. Messe und gratulierte Sr. Mechtildis zum Namenstag.

Die Eucharistiefeiern, ob festlich oder alltäglich, sind so etwas wie Nahrung für unser geistliches Leben. Und auch alle Vorträge während des Jahres ‚ernähren uns. So sagen wir allen ein herzliches Vergelts Gott; vor allem Alt-Abt Christian Schütz, P. Wilhelm Tangen, P. Stephan Horn, den Ärzten der Schedelklinik und auch Alt-Abt Thomas Denter.

Abt Thomas besuchte uns in diesem Jahr gleich viermal. Zweimal war er auf der Durchfahrt und übernachtete bei uns, einmal kam er zum Geburtstag von Mutter Caritas und einmal, um einen Vortrag über die hl. Elisabeth zu halten und die neue Heizungsanlage zu segnen.

Wie Sie sich erinnern werden, hatten wir im letzten Adventsbrief berichtet, dass wir nach 35 Jahren eine neue Heizungsanlage brauchen und dass wir von Öl auf Gas umsteigen wollten. Nach der letzten Heizperiode wurde von der Passauer Heizungsbaufirma Klaus Burke die Arbeit sofort in Angriff ge

nommen. Diese hatte so geschickt geplant, dass wir keinen Tag ohne warmes Wasser auskommen mussten und die Arbeit vor den Sommerferien abgeschlossen war. Dann kam allerdings noch die Feinarbeit, nämlich die elektronische Steuerung. Und die bereitet bis heute Schwierigkeiten. Wir hoffen, dass nach der Heizperiode, im Frühjahr alles bestens stimmen wird.

Zu unserer Freude und Entlastung hat sich inzwischen auch ein großzügiger Spender gefunden, der tief in die Taschen gegriffen hat. Vergelts Gott für alle finanzielle Unterstützung. Wir sagen aber auch all jenen herzlichen Dank, die uns mit kleineren Spenden geholfen haben. Und vielleicht auch noch weiterhin helfen wollen.

Als wir sahen, dass uns so viele Menschen gut gesinnt sind und helfen wollen, haben wir sie gefragt, ob sie sich nicht in einem Freundeskreis zusammenschließen wollen. So ist es in diesem Sommer geschehen und es gibt nun einen „Verein der Freunde und Förderer des Klosters Thyrnau e.V.“

Dieser Freundeskreis wird uns nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch ideell, u. z. bei der Bewahrung des geschichtlichen und kulturellen Erbes und beim Erhalt dieses schönen geschichtsträchtigen Ortes. Dies kann auf folgende Weisen geschehen: durch das gemeinsame Gebet und durch spirituelle Anbindung, durch ehrenamtliche Mitarbeit und Beratung und durch finanzielle Unterstützung. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und darf Spendenbescheinigungen ausstellen.

Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn auch Sie Ihre Verbundenheit mit dem Kloster durch einen Beitritt zu diesem Verein zeigen würden. Diesem Brief liegt eine Beitrittserklärung bei.

Das Jahr 2007 war sehr reich an Jubiläen, Feiern und Treffen. An allen konnten wir gar nicht teilnehmen, schließlich haben wir einmal ein Leben in der Klausur gelobt. Aber am Ende des Jahres sieht man dann doch, wie oft man weg war.

Im März fuhren wir zu den Schwestern nach Mallersdorf. Mit einem Festakt und einem feierlichen Gottesdienst wurde des im Vorjahr selig gesprochenen Stifters Dr. Paul Nardini gedacht. Im April wurde der scheidende Regierungspräsident von Niederbayern, Dr. Zitzelsberger, im Rathaussaal der Stadt Landshut verabschiedet und der neue, Herr Grunwald, eingeführt. An diesem Festakt nahm Mutter Äbtissin teil. Im Mai vertraten uns Sr. Lucia und Sr. Franziska auf dem Klostermarkt in Raitenhaslach und stellten dort das Kloster Thyrnau vor. Vor 600 Jahren, 1406 war von Fürstbischof Georg von Hohenlohe der Grundstein zum Neubau des gotischen Domes in Passau gelegt worden. Nach verschiedenen Stadtbränden im 17. Jahrhundert wurde dieser dann in barocker Pracht neu gestaltet. Am Pfingstmontag wurde dieser Grundsteinlegung in Passau mit einem festliches Pontifikalamt gedacht, das der Wiener Kardinal Christoph Schönborn - der Wiener Stephansdom ist ja eine Tochter des Passauer Stephansdomes mit vielen, vielen Gästen feierte. Auch Mutter Äbtissin und 2 Mitschwestern waren unter diesen. Einen Tag später, am Pfingstdienstag, fuhren Mutter Äbtissin, Sr. Theresia und Sr. Lucia zum Zisterziensertag der Österreichischen Zisterzienserkongregation nach Stift Zwettl. Zu Gast waren dort 98 Zisterzienser aus den österreichischen Stiften Rein, Heiligenkreuz, Lilienfeld, Wilhering und Schlierbach. Es waren Mitbrüder aus Hohenfurth in Böhmen da und Schwestern aus Marienkron, Marienfeld und Thyrnau. Auch der Abt von Engelszell war angereist. Der Generalabt zelebrierte den Gottesdienst und berichtete über den Orden heute, über das Generalkapitel und die Ausbildung der Klosterjugend. Es war ein frohes Zusammensein über viele Grenzen hinweg. In der Pfingstwoche überbrachten Mutter Äbtissin und Sr. Michaela der Gnadenmutter von Altötting ein neues, rotes Gnadenröckl, das in unserer Stickerei entworfen, gestickt und genäht worden war. Die beiden haben sich riesig gefreut, als sie selbst die Muttergottes bekleiden durften. Sr. Lutgard und Sr. Mechtildis, die gerade dort Urlaub machten, haben die beiden begleitetet. Am 09. Juni nahmen 4 Schwestern an dem von der Arbeitsgemeinschaft der Orden in der Diözese Passau AGOP veranstalteten Symposium im Rahmen des Berufungsjahres in Fürstenzell teil. Die Veranstaltung stand unter dem Thema „Orden wozu“ und wollte eigentlich dazu beitragen, die Orden und Ordensleute in der Bevölkerung bekannter zu machen. Aber es gab nur eine sehr geringe Beteiligung. Am gleichen Tag wurde in der Benediktiner-Abtei Schweiklberg P. Rhabanus Petri aus der Abtei St. Ottilien zum Nachfolger von Abt Christian Schütz gewählt. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer beim Mittagessen. Glückwünsche konnten wir ihm bei der Benediktion am 8. Juli in Schweiklberg aussprechen. Am 16. Juni waren wir zur Eröffnung einer Fotoausstellung eingeladen. Frau Löwe präsentierte in Hauzenberg unter dem Titel „Kommt und schaut“ Fotos von verschiedenen Zisterzienserbauten. Bei der Vernissage durfte Mutter Äbtissin die Laudatio halten und Sr. Franziska und Sr. Lucia trugen drei Stücke im Zisterzienserchoral vor. Es waren schöne Fotos von Zisterzienserabtei in Frankreich, Deutschland, Italien, England usw. Die Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal in Landshut konnte in diesem Jahr auf 775 Jahre seit der Gründung im Jahr 1232 zurückblicken. Dieses Alter wurde natürlich gebührend gefeiert. So traf man sich am Samstag, 14.07. zu verschiedenen Vorträgen in Seligenthal und am Sonntag zu einem festlichen Pontifikalgottesdienst, dem Kardinal Wetter vorstand. Es waren zwei sehr schöne gelungene Tage mit reichen Begegnungen. Eine halbe Woche später ging es nach München zu den Barmherzigen Schwestern. Diese gedachten ihres Anfanges in Bayern vor 175 Jahren. Auch hier feierte Kardinal Wetter den Festgottesdienst. Beim anschließenden Festakt und Mittagessen waren alle möglichen Räume im neuen Mutterhaus von den vielen, vielen Gästen besetzt. Danke für die Einladung, es war sehr schön.

Nach der Urlaubszeit ging es in Strahlfeld bei den Dominikanerinnen weiter. Diese feierten am 09.09. den 90. Geburtstag ihrer Kongregation und hatten für diesen Tag eingeladen. 1907 hatten zwei Schwestern, die eigentlich nur wegen Krankheit aus der Mission nach Deutschland gekommen waren, dann aber wegen der widrigen Umstände nicht mehr zurück konnten, in Strahlfeld unter ärmlichsten Bedingungen mit ihrem klösterlichen Leben begonnen. Aus diesen einfachen Anfängen haben sich die Strahlfelder Missionsdominikanerinnen entwickelt, die heute fast weltweit wirken. Sr. Raphaela hatte zwei Tanten bei dieser Gemeinschaft, die viele Jahre in Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, segensreich gewirkt haben. Über diese sind wir mit dieser Gemeinschaft sehr verbunden.

Der Kulturpreis des Landkreises Passau wurde in diesem Jahr am 11.11. in Bad Griesbach verliehen, u. z. unter anderem an den Diözesan-Archivdirektor Dr. Wurster und an Dekan Alois Anetseder vom ökumenischen Zentrum in Bad Griesbach. Beides sind Freunde unseres Hauses und so nahmen Mutter Äbtissin und Sr. Lucia an der Verleihung teil.

In Passau fand in diesem Jahr leider keine Priesterweihe statt. Wir freuten uns deshalb sehr, als in der Benediktinerabtei Niederaltaich am 22. Sept. P. Antonius Brenneisen von Bischof Wilhelm Schraml zum Priester geweiht wurde. Einige Schwestern nahmen an dieser Feier teil und überbrachten unsere Glückwünsche. Im Oktober bedankte sich P. Antonius dann bei uns mit einer hl. Messe und dem Primizsegen.

3 Monate vorher, am 18. Juli, haben schon 5 Regensburger Primizianten mit uns die hl. Messe gefeiert und ihren Primizsegen gespendet. Sie alle hatten wir mit Primizgewand, Albe, Chorrock und Stola ausgestattet. Wir sagen allen Vergelt's Gott und wünschen Gottes Segen für ihr priesterliches Wirken.

Eine besonders große Freude war es für uns, als unser lieber Prälat Franz S. Gabriel sein 50 jähriges Priesterjubiläum in unseren Haus feierte. Das kommt nun wirklich nicht alle Tage vor. Zu diesem Fest konnten wir auch seinen ehemaligen Studienkollegen, den jetzigen Kardinal Friedrich Wetter begrüßen. Er stand dem Pontifikalamt vor und hielt seinem Freund die Festpredigt. Aus Dankbarkeit und Verbundenheit haben wir Prälat Gabriel an seinem Jubelfest in den Stand des Familiaren der Abtei aufgenommen. Er ist nun neben Altbischof Franz Xaver Eder der zweite Familiare unseres Klosters.

Und wie so oft, lagen auch hier Freud und Leid nah beieinander. 4 Wochen nach diesem Jubiläum musste Prälat Gabriel seinen langjährigen Freund Prälat Fahr in Freising zu Grabe geleiten. Beide haben sie in Rom studiert und wurden am gleichen Tag geweiht. Und noch ein lieber Mensch wurde in diesem Jahr von Gott heimgerufen. Pfr. Helmut Kleiner starb nach schwerer Krankheit am 28. Sept. in München und wurde am 2. Okt. in Thyrnau beerdigt. Vor knapp 2 Jahren war er nach Thyrnau gekommen, um hier seinen Ruhestand zu verbringen, den er auch genoss. Wir vermissen ihn sehr, kam er doch zweimal in der Woche, um mit uns die hl. Messe zu feiern. Und noch ein Todesfall ging uns nah. Am 1. Sept. verstarb in hohem Alter die Altäbtissin von Seligenthal, M. Columba Baumgartner. Sie hat viel für die Nonnen unseres Ordens getan und viel bewegt. So wurde z.B. nach dem Konzil unter ihrer Ägide die „Commissio pro monialibus“ ins Leben gerufen, die sich dafür einsetzte, dass die Äbtissinnen die gleichen Rechte haben wie die Äbte und am Generalkapitel mit Sitz und Stimme teilnehmen dürfen. Im Jahr 2000 war dies das erste Mal der Fall. Wir verdanken ihr viel. Vergelt's Gott.

Außer dem Jubiläum von Prälat Gabriel haben wir in diesem Jahr noch verschiedene schöne Feste gefeiert.

Da war der 25. Benediktionstag von Mutter Caritas. Sie war am 04. März 1982 zur Äbtissin erwählt worden und hatte dieses Amt genau 20 Jahre ausgeübt. Im Sept. 2002 resignierte sie und übergab den Stab ihrer Nachfolgerin Mutter Äbtissin Mechthild. Am 11. April 1982 fand damals die Benediktion statt. Jetzt nach 25 Jahren feierten wir ihr Äbtissinnenjubiläum mit Altbischof Eder und vielen Verwandten und Bekannten.

Kurz darauf folgte der Geburtstag von Mutter Caritas. Am 04. Juli konnte sie voll Dankbarkeit auf 80 Lebensjahre zurückblicken. Wir feierten diesen Tag mit ihr in Altötting, wohin Bischof Schraml den ganzen Konvent eingeladen hatte. Bis auf 2 Schwestern fuhren auch alle mit. Schön! Der Bischof feierte mit uns einen festlichen Gottesdienst in der Gnadenkapelle. Die Muttergottes war noch mit dem roten Gnadenröckl bekleidet, mit dem wir sie ja selbst bekleidet hatten. Ein Rundgang durch die Ausstellung über Papst Benedikt XVI. im Kreuzgang der Stiftkirche durfte auch nicht fehlen. Beim Anblick des Messgewandes, das der hl. Vater 2006 in Altötting trug, kamen wieder viele Erinnerungen hoch. Nach dem Mittagessen besuchten wir auch Marktl mit dem Geburtshaus und der Taufkirche von Papst Benedikt. Wir freuten uns sehr, dass Bischof Wilhelm sich die Zeit nahm, nach dem Rundgang durch das Geburtshaus in der Taufkirche unserer Taufe zu gedenken und die Mittagshore mit uns zu singen. Mit dem Salve Regina schlossen wir die Wallfahrt und kehrten voller schöner Eindrücke in die Abtei nach Thyrnau zurück.

Am 11. Juni durfte Sr. Nivarda Mülleder ihr Goldenes Professjubiläum feiern. An diesem Tag hat sie neu bekräftigt, was sie vor 50 Jahren versprochen hatte, nämlich Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam nach der Regel des hl. Benedikt. Abt Andreas stand dieser Feier vor.

Einkleidung gab es leider keine in diesem Jahr, auch keine Profess, aber es gab auch keinen Todesfall. Seit 6 Jahren, seit dem Tod von Sr. Irmengard, sind wir 19 Schwestern und jede ist wohlauf und arbeitet an ihrem Platz. Denn ohne irgendeine Arbeit, auch wenn sie unscheinbar wirkt, kann keine Schwester auskommen und die Gemeinschaft ist froh, das dies so ist. Im vorigen Winter gab es zwar einen regen Klinikumsverkehr, weil 3 Schwestern neue Kniegelenke bekamen, bei Sr. Ancilla wurde im Sommer auch noch die Hüfte ausgewechselt, aber seitdem sind alle wieder auf den Füßen. Momentan liegt Sr. Bernadette im Klinikum zur Abklärung ihrer Beschwerden. Hoffen wir, dass sie es bald verlassen kann. Wir danken allen Ärzten und auch dem Pflegepersonal im Klinikum für ihre Mühen und Sorgen um unsere älteren und kranken Mitschwestern.

In diesem Jahr durften wir viele liebe Gäste begrüßen, die für einen Nachmittag oder auch für 1-2 Tage kamen. Wie schon gesagt, besuchte uns Alt-Abt Thomas viermal und auch Abt Andreas schaffte den Weg von Marienstatt nach Thyrnau viermal. Der letzte Besuch vom 2.-6. Nov. galt der kanonischen Visitation, die er in diesen Tagen bei uns durchführte.

Nicht alle Gäste können einzeln aufgezählt werden, aber gefreut haben wir uns über alle. Es besuchten uns Abt Marianus von Niederaltaich, Abt Wolfgang von Zwettl, Abt Bernhard von Osek, der neue Weihbischof von Regensburg Reinhard Pappenberger, Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg, der neue Abt von Schweiklberg Rhabanus Petri, P. Paulus, unser ehemaliger Spiritual. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Kardinal Wetter zum Jubiläum seines Freundes und über den Besuch von Pfr. Müller aus Neuenkirch in der Schweiz. Dieser kam mit dem Ehepaar Halter und zwei Nichten vorbei, um uns ein Alphornständchen zu blasen. Aus Neuenkirch stammte die letzte Rathausener Äbtissin Benedikta Muff, die dort auch ihre letzte Ruhestätte gefunden hat.

Seit 2 Jahren beherbergen wir in unserem Haus auch die Gäste aus der Weltkirche, die im Rahmen der Aktionen Misereor, Missio und Adveniat die Diözese Passau besuchen. So konnten wir im Febr./März Bischof Dr. Norbert Klemens Strotmann Hoppe MCS aus Peru und Bischof Bejoy N.DCruze OMI aus Bangladesch begrüßen. Im Okt. besuchten Erzbischof Jean Baptist Odama aus Nord-Uganda und im Dez. P. Max Schiller aus Bolivien unsere Diözese. Alle besuchten mehrere Dekanate und berichteten in einzelnen Pfarreien und in Schulen über die Situation vor Ort. Trotz der dichten Programme fanden sie Zeit für ein Gespräch mit uns Schwester. Wir sind dankbar für diese Begegnungen und die Informationen aus erster Hand und gerne wird unser Gebet sie bei ihrer schweren Arbeit begleiten.

P. Max ist Deutscher und lebt seit über 30 Jahren in Bolivien. Zu unserer großen Freude kennt er das Kloster Apolo und war auch schon öfters dort. Da gab es natürlich Gesprächsstoff genug. Die Situation in Bolivien ist momentan nicht ganz einfach, weil der neue Präsident Evo Morales vieles umstrukturieren möchte und für die Indigenas mehr Rechte fordert. Bisher ging alles ohne Blutvergießen. Hoffen wir, das es so bleibt. Unseren Mitschwestern in Apolo geht es gut, aber auch sie haben schon länger keinen Nachwuchs mehr. Die Wasserleitung, die sie in den vergangenen Jahren haben bauen lassen, ist fertig und in Betrieb. Allen jenen, die durch ihre Spenden dazu beigetragen haben, sagen wir Vergelt's Gott und bitten auch gleichzeitig um weitere Unterstützung. Auch Briefmarken sammeln wir noch, deren Erlös dem Kloster Apolo zugute kommt.

Zum Schluss möchten wir noch auf eine Sache hinweisen, die schon 1 Jahr alt ist. Wir sind seit Weihnachten 2006 online. Unsere schöne Homepage können sie immer wieder einmal besuchen und so schon während des Jahres einige Nachrichten nachlesen. So sind Sie immer auf dem Laufenden. www.kloster-thyrnau.de.

Ihnen allen danken wir für Ihre Verbundenheit mit unserem Kloster und wünschen eine gesegnete Adventszeit und ein gnadenreiches Weihnachtsfest.

Wie Maria meine Hände öffnen, dem Gotteskind hingehalten,

der himmlischen Fülle entgegengestreckt,

um Sehnsüchtig zu empfangen die Fülle der göttlichen Gaben

und sie an die Welt verschenken.

Äbtissin Mechthild und Konvent

Zisterzienserinnenabtei St. Josef

94136 Thyrnau

Wir bitten Sie, an den ersten Sonntagen im Monat, in der Advents- u. Fastenzeit, und in den Exerzitien vom 01.-06. 01 2007 auf Telefonanrufe und private Besuche zu verzichten.

Tel. Nr.: 08501 / 93 90 90 E-Mail: abtei@kloster-thyrnau.de

Adventsbrief 2006

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